Familientradition
Absolvent in Venedig
Absolvent des Mastrokurses im Europäischen Denkmalpflegezentrum S.Servolo / Venedig
1996 begannen wir mit dem Bau unserer neuen Werkstatt.
Mit vielen vielen Eigenleistungen entstand eine 400qm große Werkstatt mit genug Platz für unsere Musterregale, neue Maschinen, mit Büro, einem Ausstellungsraum usw
Es gibt noch viel zu tun, aber das Meiste ist geschafft und es hat sich gelohnt!!

Die uralte Handwerkskunst des Gießens und Schmiedens von Metallen entstand 4000 bis 5000 Jahre v.u.Z. in Mesopotamien. Die Herstellung von Gegenständen aus Bronze (einer Legierung aus Kupfer und Zinn) gab einer ganzen Epoche der Bronzezeit, ihren Namen. Seitdem übt die Beherrschung der elementaren Naturgewalten Feuer und Glut eine seltene Faszination auf die Menschen aus.
Auch in unserer Familie hat dieses Handwerk eine lange Tradition. Schon der Ururgroßvater erlernte 1860 den Beruf des Formers und Gießers und dies setzte sich bis heute fort. Mein Vater, Ulich Matterne, Absolvent der Bergakademie Freiberg, gründete 1982 seine Werkstatt "Gießerei für Kunst und Reliefguß". Ich, Katja Matterne folgte der Tradition und absolvierte eine Ausbildung zum Gießereifacharbeiter mit Abitur und arbeitete ab 1990 im Betrieb meines Vaters. 1994-96 erfolgte meine Ausbildung zur Handwerksmeisterin für Metallgestaltung. Im Mai 1996 übernahm ich die Werkstatt meines Vaters und es erfolgte die Gründung der neuen Werkstatt "Matterne Messing & Bronzekunst" mit völlig neuer Struktur und Angebotspalette. Neben Lehrgängen und Weiterbildungen (siehe vorige Seite) habe ich im März 2001 mit einem Fernstudium an der Uni Hagen begonnen "WeisRest".


Durch Zufall kam ich an einen Platz in einem Zeichenkurs in Chemnitz, und so lernte ich den "Schmiedepapst "Prof.Alfred Habermann" kennen. Ein toller Mann und auf seinem Gebiet, und vielen anderen ein Genie.
Er überredete mich zu einem Kupfertreibkurs. Zum Glück! So lernte ich meine Traumstadt kennen. VENEDIG!!! Für diese Stadt gibt es eigentlich keine Worte, man muß sie einfach selbst sehen! Der Treibkurs war sehr interessant und aufschlußreich, die allabendlichen Gesprächsrunden bei viel Rotwein natürlich ebenso!

Prof.A.Habermann (siehe vorherige Seite) habe ich es auch zu verdanken, daß ich im September 2000 wieder in meiner Traumstadt war. Diesmal für ganze 3 Monate. Es handelt sich hier um eine Restauratorenausbildung ("Mastrokurs") im Europäischen Denkmalpflegezentrum San Servolo/Venedig für ausgewählte Handwerker aus aller Welt



Nachdem der Großteil der Arbeit getan ist (Werkstattbau), heißt das noch lange nicht, daß mein Vater sich nun zur Ruhe setzt.




